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Leistung

In unserer Kinder-Wohngemeinschaft MAXI leben sieben Mädchen und Jungen im Alter von 3 bis 10 Jahren. Die Kinder wohnen in einem alten und char­manten Vier-Seitenhof in Lindennau­en­dorf nahe Leipzig-Grünau. Hier haben wir Lebens­be­din­gungen geschaffen, die den Entwick­lungs­be­dürf­nissen und den Erzie­hungs­be­darfen der Kinder entspre­chen. Den Kindern bieten sich zahl­reiche Beschäf­ti­gungs­mög­lich­keiten auch im länd­li­chen Umfeld und im benach­barten Klein­garten. Getreu dem afri­ka­ni­schen Sprich­wort „Zur Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf“ verstehen wir die aufge­schlos­sene Dorf­ge­mein­schaft mit ihrem Heimat­verein als weitere Ressource.

So sind alle Kinder der Kinder-WG MAXI Mitglied im Heimat­verein Lindennau­en­dorf, welcher die Basis für das dörfliche Leben bildet. Daneben existiert ein reger Austausch mit unseren Nach­ba­rInnen.

Die sozial-emotionale Förderung und Betreuung unsere Kinder obliegt sechs staatlich aner­kannten Erzie­he­rInnen und Sozi­al­päd­ago­gInnen. Zu ihren weiteren pädago­gi­schen Aufgaben gehören:

  • die Entwick­lung tragbarer Bezie­hungen
  • das Erleben einer kind­ge­rechten Tages- und Wochen­struktur
  • die Schaffung eines stabilen Lebens­um­feldes
  • die psychi­sche Stabi­li­sie­rung und Stärkung des Selbst­ver­trauens
  • der Auf- und Ausbau der sozialen Kompe­tenzen
  • die Ressour­cen­er­schlie­ßung und –förderung
  • die Hilfe zur Selbst­hilfe
  • der Erhalt und die Entwick­lung wichtiger und erfor­der­li­cher Bezüge außerhalb der Familie
  • die intensive, part­ner­schaft­liche und ziel­ge­rich­tete Eltern­ar­beit, um die Erzie­hungs­be­din­gungen dauerhaft zu verbes­sern und die Reinte­gra­tion in das häusliche Umfeld zu fördern.

Die statio­näre Betreuung unserer Kinder ist im § 34 SGB VIII beschrieben, der die Grundlage unseres Handelns darstellt. Weitere Grund­lagen unserer Arbeit sind der Fachplan und die Teil­fach­pläne der Stadt Leipzig und des Land­kreises Leipzig, ebenso die Arbeits­richt­li­nien für die Verwal­tung des Jugend­amtes Leipzig – Fach­stan­dards für Erzie­he­ri­sche Hilfen.

Pädagogisches Konzept

Das Fundament unserer Arbeit bildet die Ange­bots­form des „Fami­li­en­nahen Wohnens“. In unserer Kleinst­gruppe leben sieben Kinder mit einer festen Bezugs­päd­agogIn über mehrere Tage zusammen. Im Anschluss erfolgt ein Wechsel der festen Bezugs­päd­agogIn.

Die Bezugs­päd­ago­gInnen werden durch Pädago­gInnen im Tagdienst unter­stützt. Diese statio­näre Hilfe weist deutliche Züge der Fami­li­en­er­zie­hung auf, da wir familiäre Rhythmen etablieren. Darüber bieten wir unseren Kindern Halt und Struktur an, damit sie den Heraus­for­de­rungen des Alltags aktiv begegnen können.

Voraus­set­zung für eine gelin­gende pädago­gi­sche Arbeit ist die respekt­volle und ressour­cen­ori­en­tierte Grund­hal­tung der Pädago­gInnen gegenüber der Indi­vi­dua­lität der Kinder. Regeln und Grenzen, aber auch Freizeit- und Alltags­pla­nungen werden entspre­chend des Kindes­al­ters mit den Kindern bespro­chen und gemeinsam abge­stimmt. Die Kinder erfahren ihre Selbst­wirk­sam­keit und können Vertrauen in ihre Umwelt entwi­ckeln.

Die Pädago­gInnen sind als Vorbilder für die Kinder tätig – ihre Haltung erzeugt Hand­lungs­im­pulse bei den Kindern. Deswegen leben wir in unserer Kinder-WG MAXI nach der Lern­theorie des „Vorbild­ler­nens“, die ihre Ursprünge in der Waldorf­päd­agogik hat und als „Lernen am Modell“ in der Theorie von Albert Bandura wieder­zu­finden ist. Entspre­chend der Lern­theorie lernen die Kinder im Wesent­li­chen durch das Nachahmen der Erwach­senen. Aus diesem Grund verbringen die Pädago­gInnen einen Großteil des Tages mit der Verrich­tung alltäg­li­cher Arbeiten, wie Backen, Gärtnern, Kochen und Hand­werken. Der ländliche Kontext ermög­licht uns viel­fäl­tige Betä­ti­gungs­felder. Durch die Betrach­tung der arbei­tenden Erwach­senen erleben die Kinder, was es bedeutet, aktiv den Alltag zu gestalten und sich durch das Mittun als selbst­wirksam zu erleben.

Kontakt

maxi@​generationenhof.​org