Leistung

In unserer familienintegrativen Kinder-​Wohngemeinschaft MOLE können zwei Mädchen oder Jungen im Alter von 0 bis 10 Jahren ein auf Dauer angelegtes neues Zuhause finden. Die Kinder werden in einem 154 m² großen, geräumigen und kindgerechten Haus in Groitzsch OT Auligk leben. Im 1.000 m² großen Garten ist viel Platz zum Spielen und Toben. Verschiedene Freizeitaktivitäten stehen in Groitsch zur Verfügung. Hier wird auch die Kindergarten- und Schulunterbringung erfolgen. Um die Anbindung zum Träger zu gewährleisten, sind regelmäßige Ausflüge zum Hof der GENERATIONENHOF – „Alle(s) unter einem Dach“ gGmbH und der Kinder-​Wohngemeinschaft MAXI geplant. Gemeinsame Feste mit allen Wohngemeinschaften des GENERATIONENHOFes und den älteren Bewohnern des Hofes ergänzen den Kontakt zur Gemeinschaft.

Die sozial-​emotionale Förderung und Betreuung unserer Kinder obliegt einer staatlich anerkannten ErzieherIn. Zu ihren weiteren pädagogischen Aufgaben gehören :

  • die Entwicklung tragbarer Beziehungen
  • das Erleben einer kindgerechten Tages- und Wochenstruktur
  • die Schaffung eines stabilen Lebensumfeldes
  • die psychische Stabilisierung und Stärkung des Selbstvertrauens
  • der Auf- und Ausbau der sozialen Kompetenzen
  • die Ressourcenerschließung und -förderung
  • die Hilfe zur Selbsthilfe
  • der Erhalt und die Entwicklung wichtiger und erforderlicher Bezüge außerhalb der Familie
  • die intensive, partnerschaftliche und zielgerichtete Elternarbeit, um die Erziehungsbedingungen dauerhaft zu verbessern und die Reintegration in das häusliche Umfeld zu fördern.

Die stationäre Betreuung unserer Kinder ist im § 34 SGB VIII beschrieben, der die Grundlage unseres Handelns darstellt. Weitere Grundlagen unserer Arbeit sind der Fachplan und die Teilfachpläne der Stadt Leipzig und des Landkreises Leipzig, ebenso die Arbeitsrichtlinien für die Verwaltung des Jugendamtes Leipzig und des Landkreises Leipzig – Fachstandards für Erzieherische Hilfen.

Pädagogisches Konzept

Das Fundament unserer Arbeit bildet die Angebotsform des „familienintegrativen Wohnens“ im häuslichen Umfeld der pädagogischen Fachkraft. In unserer Kleinstgruppe leben zwei Kinder mit einer festen Bezugspädagogin zusammen. Nur im Krankheitsfall oder in der Urlaubszeit erfolgt ein Wechsel der festen BezugspädagogIn.

Wir orientieren uns in der stationären Hilfe an der Familienerziehung, gekennzeichnet durch die familiären Rhythmen, welche mit den Kindern etabliert und mit ihnen weiterentwickelt werden. Die wiederkehrenden Tages- und Wochenrhythmen bieten den Kindern Halt und Struktur. So können sie den Herausforderungen des Alltags aktiv begegnen und sich individuell entwickeln.

Darüber hinaus arbeiten wir entsprechend des pädagogischen Ansatzes der Alltagspädagogik. Alltagssituationen mit den Kindern werden genutzt, um zielorientierte und geplante Aktivitäten anzubieten. Gleichzeitig reagieren wir auf ungeplante Situationen und begleiten die Kinder kompetent. Wir verstehen den Alltag als einen vielfältigen Lernort mit besonderer Bedeutung für die Entwicklungsprozesse.

„Kinder [verdienen] Achtung, Vertrauen und Wohlwollen …“

Korczak, J. (1988): Das Recht des Kindes auf Achtung.
In : Heimpel, E./Roos, H. (Hg.): 4. Aufl. Göttingen

Die professionelle Grundhaltung der Pädagogin gegenüber der Individualität der Kinder stellt eine Voraussetzung für die gelingende pädagogische Arbeit dar. Wertschätzend und achtsam beteiligen wir die Kinder und machen unsere Handlungen und Rahmenbedingungen nachvollziehbar. Regeln und Grenzen, aber auch Freizeit- und Alltagsplanungen besprechen wir entsprechend des Kindesalters mit den Kindern und stimmen sie gemeinsam ab. Die Kinder erfahren ihre Selbstwirksamkeit und können Vertrauen in ihre Umwelt entwickeln.

Kontakt

mole@​generationenhof.​org