Wohngemeinschaft MAXI

Leistung

In unserer Wohngemeinschaft MAXI leben sieben Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 16 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen wohnen in einem alten und charmanten Vier-​Seitenhof in Lindennauendorf nahe Leipzig-​Grünau. Hier haben wir Lebensbedingungen geschaffen, die den Entwicklungsbedürfnissen und den Erziehungsbedarfen der Kinder und Jugendlichen entsprechen. Den Kindern und Jugendlichen bieten sich zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten auch im ländlichen Umfeld und im benachbarten Garten. Getreu dem afrikanischen Sprichwort „Zur Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf“ verstehen wir die aufgeschlossene Dorfgemeinschaft mit ihrem Heimatverein als weitere Ressource.

So sind alle Kinder der Kinder-​WG MAXI Mitglied im Heimatverein Lindennauendorf, welcher die Basis für das dörfliche Leben bildet. Daneben existiert ein reger Austausch mit unseren Nachbar*innen.

Die sozial-​emotionale Förderung und Betreuung unsere Kinder obliegt sechs staatlich anerkannten Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen. Zu ihren weiteren pädagogischen Aufgaben gehören :

  • die Entwicklung tragbarer Beziehungen
  • das Erleben einer kindgerechten Tages- und Wochenstruktur
  • die Schaffung eines stabilen Lebensumfeldes
  • die psychische Stabilisierung und Stärkung des Selbstvertrauens
  • der Auf- und Ausbau der sozialen Kompetenzen
  • die Ressourcenerschließung und –förderung
  • die Hilfe zur Selbsthilfe
  • der Erhalt und die Entwicklung wichtiger und erforderlicher Bezüge außerhalb der Familie
  • die intensive, partnerschaftliche und zielgerichtete Elternarbeit, um die Erziehungsbedingungen dauerhaft zu verbessern und die Reintegration in das häusliche Umfeld zu fördern.

Die stationäre Betreuung unserer Kinder ist im § 34 SGB VIII beschrieben, der die Grundlage unseres Handelns darstellt. Weitere Grundlagen unserer Arbeit sind der Fachplan und die Teilfachpläne der Stadt Leipzig und des Landkreises Leipzig, ebenso die Arbeitsrichtlinien für die Verwaltung des Jugendamtes Leipzig – Fachstandards für Erzieherische Hilfen.

Pädagogisches Konzept

Das Fundament unserer Arbeit bildet die Angebotsform des „Familiennahen Wohnens“. In unserer Kleingruppe leben sieben Kinder mit festen Bezugspädagog*innen so familiennah wie möglich zusammen.

Diese stationäre Hilfe weist deutliche Züge der Familienerziehung auf, da wir familiäre Rhythmen etablieren. Darüber bieten wir unseren Kindern und Jugendlichen Halt und Struktur an, damit sie den Herausforderungen des Alltags aktiv begegnen können.

Voraussetzung für eine gelingende pädagogische Arbeit ist die respektvolle und ressourcenorientierte Grundhaltung der Pädagog*innen gegenüber der Individualität der Kinder. Regeln und Grenzen, aber auch Freizeit- und Alltagsplanungen werden altersentsprechend mit den Kindern und Jugendlichen besprochen und gemeinsam abgestimmt. Die Kinder und Jugendlichen erfahren ihre Selbstwirksamkeit und können Vertrauen in ihre Umwelt entwickeln.

Die Pädagog*innen sind als Vorbilder für die Kinder tätig – ihre Haltung erzeugt Handlungsimpulse bei den Kindern und Jugendlichen. Deswegen leben wir in unserer WG MAXI nach der Lerntheorie des „Vorbildlernens“, die ihre Ursprünge in der Waldorfpädagogik hat und als „Lernen am Modell“ in der Theorie von Albert Bandura wiederzufinden ist. Entsprechend der Lerntheorie lernen die Kinder im Wesentlichen durch das Nachahmen der Erwachsenen. Aus diesem Grund verbringen die Pädagog*innen einen Großteil des Tages mit der Verrichtung alltäglicher Arbeiten, wie Backen, Gärtnern, Kochen und Handwerken. Der ländliche Kontext ermöglicht uns vielfältige Betätigungsfelder. Durch die Betrachtung der arbeitenden Erwachsenen erleben die Kinder, was es bedeutet, aktiv den Alltag zu gestalten und sich durch das Mittun als selbstwirksam zu erleben.

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